EKdM – Eidgenössische Kommission dini Mueter

Für eine müttergerechte Elternzeit

  1. Wir sind für eine Elternzeit in der Schweiz. Sie darf aber nicht einseitig den Vätern zugute kommen.
  2. Streng paritätische Elternzeitmodelle (gleichviel Zeit für beide Elternteile, nicht übertragbar, nicht flexibel) sind für viele Lebensentwürfe ungeeignet, deshalb unterstützen wir sie nicht. Und sie wollen den Mutterschaftsurlaub ersetzen, das kommt für uns nicht in Frage.
  3. Wir sind gegen den Ersatz des 14-wöchigen Mutterschaftsurlaubs durch eine Elternzeit, weil Mutterwerden und Elternwerden nicht dasselbe ist: Mütter sind schwanger, Mütter gebären, Mütter stillen – diese körperlichen Leistungen müssen zählen und dürfen nicht einfach unter den Tisch gekehrt werden. Um diese Arbeit zu entgelten, gibt es den Mutterschaftsurlaub. Elternzeit ist für den Bindungsaufbau zum Baby, das Einspielen als Familie, die Neuaushandlung eines (gleichberechtigten) Familienmodells, etc.
  4. Wir unterstützen nur ein Modell, das Mutterschutz und Elternzeit trennt und das eine Verbesserung für die Mütter bedeutet, denn: Nur 18% der Mütter kehren nach 14, bzw. 16 Wochen zurück in die Erwerbsarbeit. Das zeigt, dass Mütter mehr Zeit brauchen.
  5. Das Berner Modell haben wir als Teil des Initiativkomitees unterstützt, weil es die heutigen Institutionen ergänzt und auch flexibel ist, indem ein Teil der Zeit übertragbar ist. Es wird somit ganz unterschiedlichen Lebensmodellen gerecht.
  6. Ein gutes Elternzeitmodell beinhaltet: Gemeinsame Zeit (beide Elternteile zusammen), eine fixe Zeit je Elternteil und eine flexible und übertragbare Zeit. Einen längeren Bezugszeitraum und längeren Kündigungsschutz bzw. Arbeitsplatzgarantie für beide.
  7. Wir sind keine Partei, sondern setzen uns konsequent für die Interessen der Mütter ein. Ein Modell, das Alleinerziehende, nicht Angestellte und viele andere vergisst, werden wir nicht unterstützen. Ein Modell, das ein bestehendes und von Frauen erkämpftes Sozialwerk wie die Mutterschutzfrist quasi ersatzlos abschaffen will, werden wir nicht unterstützen. Ein Modell, das erziehen will, anstatt ernst zu nehmen, ein Modell, das die Interessen der Mütter nur auf dem Arbeitsmarkt sieht, werden wir nicht unterstützen, sondern bekämpfen.

Feministischer Streik 2021

Realisation und Schnitt: Flo Wyss

Wir wollen keine frauenfeindliche Gleichstellungspolitik!

Vier von fünf Frauen sind heute erwerbstätig.
Wer kümmert sich um Kinder und Haushalt?
Meistens andere Frauen.
Diese Arbeit ist unerlässlich und sie lässt sich nicht schneller erledigen.
Diese Arbeit braucht Zeit!
Die aktuelle Gleichstellungspolitik sagt uns:
macht Karriere!
Werdet Chefin!
Werdet Ingenieurin!

Fortsetzung im Video…

Gleichstellungsstrategie ohne Mütter und Kinderbetreuerinnen? So nicht!

Soeben hat der Bundesrat die Gleichstellungsstrategie 2030 veröffentlicht. Trotz Intervention der Eidgenössischen Kommission dini Mueter fehlen die wichtigen Bedürfnisse der Mütter und aller unbezahlten und bezahlten Kinderbetreuerinnen vollständig und der ganze Bereich der bezahlten und unbezahlten Sorgearbeit, der eng verknüpft ist mit der Situation von Müttern, wird trotz seiner gesellschaftlichen Bedeutung sträflich ignoriert.

Hier unsere Stellungnahme im Detail:

Kampagne: Was brauchen Mütter?

Zum Frauen*streik 2020 fordern wir mehr Zeit!

Mehr Zeit um im Muttersein anzukommen.
Mehr Zeit um unsere Babys kennen zu lernen.
Mehr Zeit damit sich unsere Körper erholen können.
Mehr Zeit fürs Stillen oder Schöppelen.
Mehr Zeit für uns und unsere Kinder!

Was forderst du? Bis am 14. Juni 2020 haben wir Erfahrungsberichte zum Thema Mutterschutz gesammelt! Unglaubliche und alltägliche Geschichten sind zusammengekommen und haben uns bewegt. Wir sind weiter für dich da – schick uns deine Geschichte an: mail@ekdm.ch

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